Aktuelles 


Mitteilungen

„Und in Jene lebt sich’s bene“ – zur Geschichte eines Studentenlieds

Das „Loblied auf Jena“ gehört zu den bekanntesten Studentenliedern und ist bis heute eng mit der Universitätsstadt verbunden. Die Musikwissenschaftlerin Sophia Krüger zeichnet die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte des Liedes nach und zeigt, wie sich Text und Melodie seit dem 19. Jahrhundert veränderten – von Ernst Heinrich Meier über die studentische Kommersbuchtradition bis zu überraschenden musikalischen Bezügen zur „Marseillaise“. Zugleich eröffnet das Lied mit viel Ironie einen lebendigen Blick auf Studentenleben, Universität und Stadtgesellschaft im Jena des 19. Jahrhunderts.

Den ausführlichen Beitrag zur Geschichte des „Loblieds auf Jena“ finden Sie hier.

Paris: Gefahren und Chancen der Kultur Europas – wie durch ein Brennglas

In seinem neuen Buch „Paris: Fluchtpunkt der Gedanken“ nimmt Lothar Rilinger Hasso-Borussiae Freiburg die französische Hauptstadt zum Ausgangspunkt für eine weitgespannte Betrachtung über Geschichte, Religion und die geistigen Grundlagen Europas. Vom Arc de Triomphe und Eiffelturm über Jean-Paul Sartre und den französischen Laizismus bis zu Notre-Dame fragt Rilinger nach den Gefährdungen und Zukunftsperspektiven des christlich-jüdisch geprägten Abendlandes. Sebastian Sigler stellt das Buch ausführlich vor und ordnet seine zentralen Gedanken ein.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier.

Jüdische Verbindungen und jüdische Korporierte: AKSt-Tagungsband erscheint im Oktober 2026

Der Arbeitskreis der Studentenhistoriker (AKSt) veröffentlicht im Oktober 2026 einen neuen Tagungsband zur Geschichte jüdischer Verbindungen und jüdischer Korporierter. Der bei Duncker & Humblot erscheinende Band versammelt die Erträge dreier Tagungen in Heidelberg, Basel und auf einem historischen Verbindungshaus. Weitere Informationen zum Band, zu den Tagungen und den Förderern finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag.

Sammlung Seewann: AKSt vermittelt jüdische Studentika nach Würzburg

Die bedeutende Sammlung jüdischer Studentika des 2023 verstorbenen Grazer Studentenhistorikers Harald Seewann ist in das Institut für Hochschulkunde (IfH) in Würzburg gelangt und wird dort derzeit erfasst und katalogisiert. Seewann, einer der wichtigsten Forscher zum jüdischen Korporationswesen, hatte über Jahrzehnte eine einzigartige Sammlung von Couleur, Erinnerungsstücken und Dokumenten zusammengetragen und mit seinem fünfbändigen Werk „Zirkel und Zionsstern“ maßgeblich zur Erforschung dieses 1933/38 untergegangenen Milieus beigetragen. Dank einer von Sebastian Sigler vermittelten Finanzierung konnte die Deutsche Gesellschaft für Hochschulkunde (DGfH) die Sammlung erwerben, geschlossen bewahren und damit dauerhaft für Forschung und Öffentlichkeit sichern.

Den ausführlichen Beitrag zur Sammlung Seewann, ihrer Entstehung und ihrem Weg nach Würzburg finden Sie hier.

GDS-Gründer Friedhelm Golücke mit der Fabricius-Medaille geehrt

Der Convent deutscher Akademikerverbände (CDA) hat den Gründer der GDS, Dr. Friedhelm Golücke, mit der Fabricius-Medaille für sein Lebenswerk ausgezeichnet.  Die feierliche Verleihung fand am 16. Dezember 2022 im Institut für deutsche Studentengeschichte (IDS) in Paderborn statt.

Neuerscheinungen

  • „ … unter der blühenden Linde“. Fakultätsstrophen zur „Lindenwirtin“ und zum „Steigerlied“. Gesammelt von Stefan Sander und Andreas Pieper (Veröffentlichungen außerhalb der Reihen), 2. Auflage, Essen 2008.

Das Heft steht nunmehr hier als PDF zum Download bereit.

  • Fritz Fiedler: Jenaer Studentenleben auf Stammbuchbildern des 18. Jahrhunderts (Kleine Schriften der GDS, Bd. 22), Essen 2026, 304 Seiten : Illustrationen.
    ISBN-13: 978-3-911737-03-6
  • Bernhard Grün: Zwischen Revolution und Rekonstitution. Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höheren Fachschulen 1937 bis 1945 (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte, Bd. 4), Teilband 4/III: Bereich NORD. Marl 2025, 686 Seiten.
    ISBN-13: 978-3-948502-24-9

Die Studie von Bernhard Grün leistet Pionierarbeit und widmet sich den Kameradschaften des NSD-Studentenbundes sowie den Altherrenschaften im NS-Altherrenbund in Berlin und in den ehemaligen deutschen Ostgebieten einschließlich des einseitig annektierten sogenannten „deutschen Ostens“ und eröffnet eine differenzierte Perspektive auf studentische Organisationsformen und deren Einbindung in die Herrschafts- und Sozialstruktur des Nationalsozialismus.

Es bleibt zu erwarten, dass Grün nach Fertigstellung des letzten Teilbandes für lange Zeit das Standardnachschlagewerk zur NS-Vergangenheit der deutschen Studentenverbindungen im Untersuchungszeitraum vorgelegt haben wird.

Eine Buchbesprechung (online seit dem 26. März 2026) von Robert Samuel Langner ist bei Duncker & Humblot in „Das Historisch-Politische Buch“ erschienen.

Zitationsvorschlag: Langner, Robert Samuel: Bernhard Grün, Zwischen Revolution und Rekonstitution. Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höheren Fachschulen 1937 bis 1945 (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte, Teilband 4/I u. II: Bereiche Berlin und Ostland), Bad Buchau 2024, in: Das Historisch-Politische Buch 73:3–4 (2025), S. 775–776.

 

  • Bernhard Schroeter: Gerufen von der Republik. (Korporations-)studentische Freikorpseinsätze von der Novemberrevolution bis zur Unterzeichnung des Versailler Vertrages (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte, Bd. 5), 2 Teilbände, Norderstedt 2025.
    ISBN-13: 978-3-7693-5242-9

Mit der Studie „Gerufen von der Republik. (Korporations-)studentische Freikorpseinsätze von der Novemberrevolution bis zur Unterzeichnung des Versailler Vertrages“ von Bernhard Schroeter ist ein neuer Band in den Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte (SIDS) erschienen. Die zweibändige Untersuchung widmet sich den Einsätzen studentischer und korporationsstudentischer Freikorps in der unmittelbaren Nachkriegs- und Revolutionszeit zwischen 1918 und 1919. Eine ausführlichere Vorstellung des Bandes bietet die Sondernummer 21a von „Neues aus dem Institut“.

 

  • Matthias Asche im Auftrag des Vorstandes der GDS (Hrsg.): Fünfzig Jahre Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte (GDS) – Eine Festschrift. Essen 2024, 180 Seiten : Illustrationen; 24 cm; Broschur.
    ISBN-13: 978-3-939413-78-3

  • Simone Ruoffner-Unterrainer: Zwischen Verein, Korporation und Gesinnungsgemeinschaft. Die Damenverbindungen an den Universitäten Tübingen und Würzburg von den Anfängen bis zum Nationalsozialismus (Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen, Bd. 22). Köln 2023, 457 Seiten.
    ISBN-13: 978-3-412-52837-9

  • Harald Lönnecker / Klaus Gerstein / Peter Krause (Hgg.): GDS-Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte, Bd. 11. Essen 2021, 232 Seiten : Broschur.
    ISBN-13: 978-3-939413-67-7

  • Wolfgang Löhr: Archiv des Kartellverbandes katholischer Studentenvereine Deutschlands. Findbuch des Bestands KV 2, 1947–1968, auf beigefügter CD-ROM (Hochschulkundliche Arbeitshilfen, Heft 31). Marl 2020, 89 Seiten.
    ISBN-13: 978-3-945801-12-3

Veranstaltungen

Vorankündigungen:

  • Die kommende Mitgliederversammlung der GDS findet voraussichtlich im IV. Quartal 2026 im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn (Technisches Rathaus) statt.

Vergangene:

  • Vom 4. bis 6. September 2026 veranstaltete die GDS ein Liedwochenende bei der K.S.H.V. Lodronia (Schallmooser Hauptstraße 36) in Salzburg. Zum Beginn stand am Freitag ein gemeinsamer Abend. Der Samstag stand im Zeichen mehrerer Singeinheiten unter der Leitung von Chormeister Erich Klug, ergänzt durch fachliche Kurzvorträge. Den Abschluss bildete am Sonntag ein gemeinsames Kultur- und Ausklangsprogramm.

  • Die 25. österreichische Studentenhistorikertagung fand vom 20. bis 22. März 2026 in Salzburg statt. Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie hier.

  • Am 22. November 2025 fand unsere letzte Mitgliederversammlung im Sitzungsraum des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn (Technisches Rathaus) statt.

  • In der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen fand vom 2. bis 4. Oktober 2025 eine studentengeschichtliche Tagung mit dem Titel „‚in einem permanenten Zustand der Schizophrenie‘. Die studentischen Korporationen und die Achtundsechziger-Bewegung“ statt. Den im Studenten-Kurier (Heft 4, Jahrgang 2025) veröffentlichten Veranstaltungsbericht können Sie hier nachlesen.

  • Berichte über die Jubiläumstagung zum 50-jähirgen Bestehen der GDS am 23. November 2024 in Würzburg sind sowohl im Studenten-Kurier als auch auf der Website des Arbeitskreises der Studentenhistoriker (AKSt) erschienen.

  • Die 10. Europäische Studentenhistorikertagung des AKSt tagte vom 10. bis 13. Oktober 2024 in Heidelberg. Ein Veranstaltungsbericht liegt vor.

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