<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</title>
	<atom:link href="https://gds-web.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://gds-web.de/</link>
	<description>Europas größter Verein zur Erforschung der Studentengeschichte</description>
	<lastBuildDate>Tue, 08 Sep 2026 22:21:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://gds-web.de/wp-content/uploads/2020/08/cropped-gds_favicon-32x32.png</url>
	<title>Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</title>
	<link>https://gds-web.de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>„Und in Jene lebt sich’s bene“ – zur Geschichte eines Studentenlieds</title>
		<link>https://gds-web.de/und-in-jene-lebt-sichs-bene-zur-geschichte-eines-studentenlieds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Samuel Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 22:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gds-web.de/?p=2026</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/und-in-jene-lebt-sichs-bene-zur-geschichte-eines-studentenlieds/">„Und in Jene lebt sich’s bene“ – zur Geschichte eines Studentenlieds</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span></p></span><span><p>„Und in Jene lebt sich’s bene“ – zur Geschichte eines Studentenlieds</p></span><span><p></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p><strong>Die Mainzer Musikwissenschaftlerin Sophia Krüger beschäftigt sich immer wieder mit dem bedeutenden Schatz, den die Studentenlieder darstellen. Besonders ertragreich ist Jena, denn studentengeschichtlich ist kaum an einem anderen Ort so viel geschehen, so viel entwickelt worden wie hier. Im Tagungsband „Die Vorträge der 79. deutschen Studentenhstorikertagung in Jena“ ist Aufsatz von ihr enthalten, in dem es um die Salana und ihre Jenschen Studenten geht.</strong></p>
<p>
</div><div class="uncode-single-media seewann-bild-links text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-2030" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Jena_Burgkeller_w.jpg" width="560" height="915" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Jena_Burgkeller_w.jpg 560w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Jena_Burgkeller_w-184x300.jpg 184w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Jena_Burgkeller_w-350x572.jpg 350w" sizes="(max-width: 560px) 100vw, 560px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column seewann-bildunterschrift-links" ></p>
<p>Sangesfreudige Studenten vor dem alten Burgkeller in Jena, der bis 1945 direkt neben der Universitäts- und Stadtkirche stand.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Es gehörte im wahrsten Sinne des Wortes jahrzehnte-, wenn nicht jahrhundertelang zum guten Ton der Studenten, die Stadt, in der sie lebten, und die Universität, an welcher sie studierten, in Lie­dern zu ver­ewigen. Das kann kaum ver­wundern, stellt doch die Uni­ver­sitätsstadt mit all ihren geographischen und architek­toni­schen Besonderheiten so­wie den charakterlichen Ei­gen­hei­ten der Bewoh­ner den Le­bensmittelpunkt des Stu­den­ten während der prägen­den Phase des Studiums dar.</p>
<p>So entstanden, häufig auch in feucht-fröhlicher Stimmung, immer wieder Spottverse auf Professoren und Pedelle, Lobes­hymnen auf die Bürgerstöchter und nostalgisch-verklärte Reime auf die Schön­heit und Vertraut­heit des liebgewonnenen Ortes. Für alle Studenten kann dabei gesagt werden, dass sie sich gerne in den Gaststätten versammelten, die platzmäßig zumeist sehr eng waren. Auf Kneipen – von der „Kniepe“, niederdeutsch für „Enge“ – wurden diese Krea­tionen dann gesungen – oder vielleicht auch: zelebriert. Studenten, die aus ein und derselben Gegend kamen, suchten dabei den Zusammenschluss, die Verbindung. Das ist die Grundlage für die heute noch bestehenden Verbindungen unterschiedlicher Prägung – die Corps, die Landsmannschaften, den CV, den Wingolf und auch für die Burschenschaften, die aber alle jeweils nur eine Untergruppe der studentischen Gesellungsform namens „Verbindung“ oder „Korporation“ darstellen.</p>
<p>Schnell verbreiteten sich Texte und Me­lodien unter diesen Korporierten, wur­den abgewandelt, an neue Ge­gebenheiten ange­passt, manchmal regelrecht „zersungen“, bis sich schließlich eine Version durch­setzte und – möglicherweise – schriftlich festgehal­ten wurden. Mu­sikwissenschaftler und Stu­dentenhisto­riker wün­schen sich natürlich, möglichst viele Ver­sionen zu erfahren und zuordnen zu können. Vieles, was an den Kneip­abenden über die Jahr­hunderte hinweg entstand, hat sich indes nicht überliefert; ein besonderer Fund ist es, wenn sich hie und da hand­schriftliche Verse und Eintragungen mit andernorts nicht mehr be­kannten Versio­nen von Umdichtungen in alten Kommersbü­chern finden, das sind die Liederbücher für die spezielle studentische Form einer Feier, einen Kommers also, für die es spezielle Lieder gab – und gibt. Viele Kom­merslieder wurden auf Melodien getextet, die aus anderen Zu­sammen­hängen stamm­ten, oft aus dem kirchen­mu­si­ka­li­schen Kontext. Selbstver­ständlich sind gemeinsame Kneip­abende dabei nicht allein der Ursprung studenti­scher Lieder; so mancher Text ent­stand lan­ge Zeit nach Abschluss des Studiums, also fernab der „alten Bur­schenherr­lichkeit“.</p>
<p>Der Transfer studentischer Dichtung in das allgemeine Lied­gut ist dagegen selten zu beobachten. Von all den verbin­dungs­studentischen Texten hat es schließlich nur eine Handvoll in das bürgerliche, „zivile“ Repertoi­re der jeweiligen Universi­tätsstadt geschafft. Der Vers „Und in Jene lebt sich’s bene“ aber gehört definitiv dazu. Er ist in Jena allseits bekannt und beliebt, er wird in jeglicher Art und Weise abgewandelt und für persön­liche Zwecke verwendet: Sei es die Wandergruppe, die in ihrem Inter­netauftritt von einem gelungenen Tag zwischen den alten Mauern der altehrwürdigen Stadt berichtet,<strong>[i]</strong> oder der Männer­chor,<strong>[ii]</strong> dessen Motto sich an diesem Vers orientiert – es ist ein Satz, der in Jena selbst stets präsent und bei Besuchern schnell in aller Munde ist. Fast könnte dieser Vers als das inoffizielle Motto der Stadt bezeichnen. Mit der Entstehungsgeschichte des Liedes, sei­ner Melodie und auch der Überlieferung mancher Strophen ist dabei vor allem ein Name verbunden: Ernst Heinrich Meier.</p>
<p><strong>Entstehungsgeschichte eines populären Liedes</strong></p>
<p>Ernst Heinrich Meier, 1813 in der Nähe von Bückeburg als Sohn eines Lehrers geboren, kam im Jahr 1834 nach Jena und begann dort zunächst das Studium der Theologie. 1836 ging er nach Göt­tingen, studierte nun orientalische Sprachen bei Heinrich Ewald. Als Ewald 1838 nach Tübingen wechselte, folgte ihm Meier, wurde dort 1840/41 promoviert und habilitierte sich schließlich ebenda. 1848 wurde Meier Professor für semitische Sprachen und Literatur an der Universität Tübingen.<strong>[iii]</strong></p>
<p>Im April des Jahres 1841 erschienen in der 78. und 79. Aus­ga­be der Zeitung für die elegante Welt dreizehn „Studenten- und Trink­lieder aus dem Herbst 1839“, verfasst von einem Ernst Minneburg.<strong>[iv]</strong> Diesen Dichter als Person gab es nicht; es handelte sich viel­mehr um Meier, der dieses Pseudonym bereits 1839 für die Ver­öffentlichung von zwölf (Liebes-)Gedichten im Album der Boudoirs<strong>[v]</strong> verwendet hatte.<strong>[vi]</strong> Im Jahr 1852 erschien dann ein Gedicht­band Meiers unter dem Pseudonym Ernst Minneburg in Tübin­gen, in dem mehrere der bereits vorher publizierten Texte ent­halten sind, weshalb die Autorschaft am „Loblied auf Jena“ recht eindeutig Meier zuzuschreiben ist.<strong>[vii]</strong></p>
<p>Allerdings bleibt offen, in welchem Kontext das Lied ent­standen ist. Hat Meier es tatsächlich selbst und allein verfasst, oder hat er sich womög­lich an einem im studentischen Umfeld bereits vorhandenen Lied – thematisch oder musikalisch – be­dient? War er im Herbst 1839 zu Besuch in Jena, oder hat er an seinem neuen Wohnort Göttingen die „Studenten- und Trink­lieder“ verfasst? Weitere Fragen wirft in diesem Zusammenhang die Ortsangabe „Heidelberg“ unter seinen Gedichten im Album der Boudoirs auf. Hat er sich 1839 dort aufgehalten und, was dann naheläge, an der dortigen Universi­tät studiert? Auf­grund fehlen­der Quellen sind diese Fragen bis dato ungelöst.<strong>[viii]</strong></p>
<p>Das mit „Loblied auf Jena“ betitelte Studentenlied umfasst in der Originalversion neun Strophen. Nach der Nummerierung der heutigen Fassung<strong>[ix]</strong> sieht die Reihenfolge der Verse im Origi­nal wie folgt aus: 1, 7, 6, 2, 4, 3, 5, 8, 1. Die heute geläufige Version besteht aus acht Strophen, die erste wird am Ende nicht mehr wiederholt. Die Umstellung der Strophen findet sich be­reits spätestens in der dritten Auflage des Commers-Buchs für den deutschen Studenten,<strong>[x]</strong> nachdem in dessen erster Auflage von 1855 bereits eine Fassung des Liedes abgedruckt wurde. Aufnahme in das Allgemeine Deutsche Commersbuch fand das Loblied 1861/1862 in der sechsten, redigierten Auflage.<strong>[xi]</strong></p>
<p>
</div><div class="uncode-single-media seewann-bild-rechts text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-2029" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Fuchsenankunft_Jena_um_1770w.jpg" width="820" height="502" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Fuchsenankunft_Jena_um_1770w.jpg 820w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Fuchsenankunft_Jena_um_1770w-300x184.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Fuchsenankunft_Jena_um_1770w-768x470.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Fuchsenankunft_Jena_um_1770w-350x214.jpg 350w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column seewann-bildunterschrift-rechts" ></p>
<p>Fuchsenankunft in Jena, um 1770 (Wikipedia /gemeinfrei)</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Die Gründe für die veränderte Anordnung der Strophen sind nicht bekannt. Zusätzlich wurden auch am Text Änderun­gen vorgenom­men, die sich wohl durch das aktive Singen ein­geschli­chen und verfestigt hatten. Wahrschein­lich lag den Her­ausgebern der Kommersbücher die Originalver­sion des Textes nicht immer vor, und sie griffen auf hand­schriftlich festgehaltene Privat­abschriften zu­rück, in denen sich bereits Abwandlungen verankert hatten. An dieser Stelle sticht besonders die erste Stro­phe ins Auge, wo es im Original heißt: Ja in Jena lebt sich’s bene, / Ja in Jena lebt sich’s gut! / Bin ja selber drin gewesen, / Wie es ist gedruckt zu lesen, / Wohl zwei Jahre frohgemuth.</p>
<p>Hier wird ein deutlicher Bezug zu Meiers Biographie er­kennbar, der in Jena „ja selber drin gewesen“ ist und dort zwei Jahre seines Studiums verbracht hat. Der weitere Verlauf des Liedes bringt keine weiteren autobiografischen Motive, stattdes­sen stehen das Studentenleben und die durchaus pointierte Be­schreibung der Stadt im Zentrum des Textes.</p>
<p><strong>Musikalische Hintergründe</strong></p>
<p>Als melodische Grundlage des Textes nennt Meier selbst in der Zeitung für die elegante Welt die um 1800 entstandene Ballade „In des Waldes düster’n Gründen“. Dieses Lied entstammt als musi­ka­lische Einlage dem Räuberroman Rinaldo Rinaldini von Christi­an August Vulpius und wurde nach der volkstümlichen Melodie „Große Taten edler Seelen“ gesungen, die ebenfalls gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden ist.<strong>[xii]</strong> Ein wesentliches Merkmal dieser Melodie – und damit wiederum eine gute Datierungs­grundlage für die Zeit zwischen 1780 und 1800 – stellt das bei­nahe wörtliche Zitat der „Marseillaise“ dar,<strong>[xiii]</strong> wie auf der folgen­den Seite vergleichend dargestellt wird.</p>
<p>
</div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-2027" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/allons-vs-zehn-semester.jpg" width="1428" height="360" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/allons-vs-zehn-semester.jpg 1428w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/allons-vs-zehn-semester-300x76.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/allons-vs-zehn-semester-1024x258.jpg 1024w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/allons-vs-zehn-semester-768x194.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/allons-vs-zehn-semester-350x88.jpg 350w" sizes="(max-width: 1428px) 100vw, 1428px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Die Marsellaise: in der Melodie des Studentenliedes „Und in Jene, lebt sich’s bene“ wird sie fast wörtlich zitiert.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Das Eingangsthema der „Marseillaise“, hier der Vergleichbarkeit halber in A-Dur gesetzt, klingt durch die Punktierung des Toni­ka-Dreiklangs sowie die marschartige Melodieführung beson­ders eingängig. Die Verwendung dieses Themas zum Abschluss jeder Strophe verleitet einerseits dazu, die Melodie weiter im Ohr und im Kopf zu behalten, andererseits wird der unterlegte Text so besonders betont. Die „Marseillaise“ als Hymne der Französischen Revolution und Lied der Freiheit des Volkes war in den deutschen Ländern bekannt und verbreitet; die Verwen­dung des Eingangsthemas als fast wörtliches Zitat konnte somit auch als politische Aussage verstanden werden. Ein Beispiel wäre hier die Ballade „Der reichste Fürst“ von Justinus Kerner aus dem Jahr 1818, in der er die französische Melodie nutzt, um sich politisch zu positionieren.<strong>[xiv]</strong></p>
<p>Obwohl Meier ursprünglich als Weise „In des Waldes dü­ster’n Gründen“ angegeben hatte, findet sich in den Kommers­buchveröffentlichungen ab 1860 fast aus­schließlich Kerners Bal­lade, bekannt als „Preisend mit viel schö­nen Reden“, als musika­lische Referenz. Dieses Lied besaß besonders im württember­gischen und badischen Raum einen hohen Verbreitungsgrad und wurde möglicherweise aus diesem Grund vom badischen Kom­mersbuchverlag Schauenburg in Lahr als Melodieverweis über­nommen, zumal sich die beiden Melodien bis auf minimale Ab­weichungen durch Bindungen oder Punktierungen kaum unter­scheiden.</p>
<p><strong>Textliche Hintergründe</strong></p>
<p>Die Salana – die Universität in Jena – war im 19. Jahrhundert kei­ne „erste Adresse“ für Studenten; im Laufe des 19. Jahrhunderts rutschte sie von einem Spitzenrang unter den deutschen Hoch­schulen auf den vorletzten Platz;<strong>[xv]</strong> ein Grund dafür dürfte sein, dass die Finanzierung über das ganze Jahrhundert hinweg keine wesentliche Erhöhung erfuhr.<strong>[xvi]</strong> Der Historiker Gustav Droy­sen beklagte 1851 einen „Mangel an Büchern, an Hülfsmit­teln, an Geselligkeit“.<strong>[xvii]</strong> Stefan Gerber zitiert einen Generalbericht über die Salana aus dem Jahre 1854 belegt, nach dem sich „in der Mehrzahl Minderbemittelte zum Studium in Jena entschlössen“, wodurch „die ‚Vorzüge ei­ner feineren und sorgsameren Erziehung’ unter den Jenaer Stu­denten nicht in ausreichendem Maße anzutreffen“ seien.<strong>[xviii]</strong> Ab der zweiten Strophe des Liedes werden auf ironische Weise die Probleme und Misshelligkeiten besungen, die, glaubt man Ernst Heinrich Meiers Liedtext, in Jena zahlreich waren. So lau­tet die zweite Strophe des Liedes:</p>
<p><em><strong>Und die Straßen sind so sauber, / Sind sie gleich ein wenig krumm; / Denn ein Wasser wird gelassen / Alle Wochen durch die Straßen, / In der ganzen Stadt herum.</strong></em></p>
<p>Natürlich waren die „sauberen Straßen“, die im Urtext noch „Gassen“ hießen, in Jena wohl eher schmutzig – dafür spricht auch, dass sie im übertragenden Sinne „ein wenig krumm“ wa­ren. Dass durch sie „ein Wasser gelassen“ wurde, entspricht da­bei der für das Spät­mittel­alter belegten Technik, zweimal in der Woche Wasser aus dem Flüsschen Leutra durch die Straßen der Stadt zu leiten<strong>[xix]</strong> – die sogenannte „Leutrafege“.<strong>[xx]</strong> Diese sollten gereinigt werden, doch der Fluss konnte durchaus auch über seine Ufer treten und dürfte dann reichlich Schlamm mit sich ge­bracht haben<strong>[xxi]</strong> – kurzum, eine insgesamt wenig reinliche Angele­genheit, die Meier hier auf’s Korn nimmt. Jena stand hier in klarem Gegensatz zu „Städten von Welt“, wie es zum Beispiel das nahe Leipzig war. Die Leutra, die westlich der Stadt ent­springt, war zudem weitgehend kanalisiert, vor allem, um eine große Zahl von Mühlen zu betrei­ben<strong>[xxii]</strong> und ein Grabensystem zu versorgen, das alle Funkt­io­nen des heutigen Wassernetzes zu erfüllen hatte.<strong>[xxiii]</strong></p>
<p>Strophe drei des Liedes in der heutigen Fassung ist noch klarer als beißende Satire erkennbar. Die Aussage, der Wein sei „gar nicht schlecht“, ist als Euphemis­mus gedacht, der auf einen sehr schlechten Wein schließen lässt. Dass dieser Wein indes seine Qualitäten hatte, lässt sich daran ablesen, dass er bis ins Rheinland und in die Schweiz exportiert wurde.<strong>[xxiv]</strong> Trotzdem dichteten die spitzen Zungen der Studenten dem Jenenser Wein Eigenschaften an, die vernichtender Kritik gleichka­men:</p>
<p><em><strong>Und ein Wein wächst auf den Bergen, / Und der Wein ist gar nicht schlecht, / Tut er gleich die Strümpfe flicken / Und den Hals zusam­mendrücken, / Ist er doch zur Bowle recht!</strong></em> <strong>[xxv]</strong></p>
<p>Die Strophe vier bleibt in der Diktion der Ironie. Natürlich wird klar, dass die Wirte knau­serig waren, dass selten oder nie angeschrieben wurde. Kleinbürgerlichkeit schimmert zwischen den Zeilen durch. Die Ironie wird auf die Spitze getrieben durch die Anmutung, den Studenten sei zusätzlich zum Kredit beim Wirt sogar „bares Geld“ geliehen – in der „Umgangs­spra­che „ge­pumpt“ – worden:</p>
<p><em><strong>Die Philister und die Wirte / Sind die besten auf der Welt, / Wein und Bier in vollen Humpen / Tun sie den Studenten pumpen / Und dazu noch bares Geld.</strong></em></p>
<p>Ähnlich geht es weiter in Strophe Nr. 5. Hier wird das Au­genmerk auf die Möglichkeit, die studentischen Riten ausleben zu können, gelegt – und zwar insbesondere auf die Möglichkeit, zu kneipen. Die Verbindungen besaßen, als dies Lied entstand, allesamt noch kein eigenes Haus. Sie waren auf eine gewisse Großzügigkeit der Wirte und der Anwohner angewiesen, und in Jena wurde ihnen diese offenbar nicht oder nur selten ge­währt.</p>
<p><em><strong>Wenn dem Burschen es behaget, / Setzt er vor die Tür den Tisch, / Und dann kommt der Wirt gesprungen, / Und da wird gezecht, gesungen / Auf der Straße frei und frisch.</strong></em></p>
<p>Natürlich ging es auch um die Duelle in den Straßen, die im 18. Jahrhundert noch gang und gäbe waren – wobei mehr als fraglich ist, ob diese wirklich „nur Spaß“ waren, wie der Dichter uns Glauben machen möchte. Immerhin geht es um Duelle, die durchaus tödlich ausgehen konnten, denn sie wurden „auf Stoß“ ausgefochten, was im übrigen in Jena bis 1845 üblich war. Strophe sechs, in der auch der Zusammenhang zwischen Duellen und einem guten Geschäft für die Wirte thematisiert wird, lautet:</p>
<p><em><strong>Und im Winter und im Sommer / Wird servieret auf der Straß‘; / Hei, wie da die Schläger blitzen, / Hei, wie da die Stöße sitzen, / Aber alles ist nur Spaß!</strong></em></p>
<p>Durchaus deutlich wird in Strophe sieben sodann die Part­nersuche der Studenten beschrieben, die nach Ansicht von Andreas Rebmann, einem Zeit­zeugen der Jahre 1787 bis 1789,<strong>[xxvi]</strong> „ganz verdorben und eingeweiht in den niedrigen My­sterien der Vernus und des Bacchus“ waren<strong>[xxvii]</strong> – zumindest, wenn sie korporiert waren. Im Liedtext fällt diesbezüglich die eindeu­tige Zweideutigkeit der letzten Zeile auf:</p>
<p><em><strong>Auf dem Markte, auf den Straßen / Steh’n Studenten allzuhauf; / Mädchen an den Fenstern stehen / Und nach den Studenten sehen, / Und wer will, der schaut hinauf</strong></em></p>
<p>In der achten und letzten Strophe wird dann schließlich mit einer gewissen Selbstironie über die Eigenheiten der Studenten herge­zogen: im Schlafrock, der als ironischen Zitat auf „altdeut­schen Rock“ gesehen werden kann, und außerdem unrasiert „auf dem Damm“ zu promenieren – das war mitnichten weltstäd­tisch.<strong>[xxviii]</strong> Der „Damm“ ist dabei, wie Raimund Lang be­merkt,<strong>[xxix]</strong> ei­ne einigermaßen genaue Ortsangabe – es handelte sich um zwei begeh­ba­re Abschnitte des Walles, mit dem Jena vor den bis ins frühe 20. Jahrhundert nahezu jährlich eintref­fenden Hochwas­sern der Saale<strong>[xxx]</strong> geschützt wurde, und zwar jenseits der Saale ab der „Grünen Tanne“ und etwas flussabwärts auf der Seite der Kern­stadt, in etwa im Bereich des heutigen Benhofs „Paradies“. Wenn diese freie Handhabung von Kleidungsvorschriften dabei als die „allerschönste“ aller Freiheiten apostrophiert wurde, ist dies abermals als ironisch zu verstehen, denn Jena konnte sich – unabhängig von allen Mängeln und Rückständigkeiten – eigent­lich eher einer besonders großen akademischen Freiheit erfreuen, weil sie bis 1918 „stets eine von mehreren Territorien bzw. Staa­ten unterhalte­ne Hochschule“ war.<strong>[xxxi]</strong> Und so schließt das Lied mit seiner achten, auf eine ironisch interpretierte akademi­sche Freiheit bezogenen Strophe:</p>
<p><em><strong>Und die allerschönste Freiheit / Ist in Jena auf dem Damm. / In Schlafröcken darf man gehen / Und den Bart sich lassen stehen, / Wie ein jeder will und kann! </strong></em><strong>[xxxii]</strong></p>
<p>Ein Seitenblick auf die Erinnerungskultur im akademischen Jena mag zum Abschluss dieser Textbetrachtung den ironischen Charakter des Liedes unterstreichen. Die tatsächlichen Erinne­rungsorte der Salana sind die Stadt- und Universitätskirche,<strong>[xxxiii]</strong> die Bibliothek „Electoralis“<strong>[xxxiv]</strong> sowie die dort befindliche Galerie der Professorenbil­der.<strong>[xxxv]</strong> Diese Orte fehlen samt und sonders.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das ganze Lied „Und in Jene lebt sich’s bene“ kann – und muss – mit einer gehö­rigen Portion Augenzwin­kern gelesen und gesun­gen werden. Diese Art von Humor kam offensichtlich gut an. Mit der stetig wachsenden Anzahl der Auflagen des Allgemeinen Deutschen Commersbuches stieg auch die Bekanntheit des Lie­des – inzwi­schen allgemein als „Loblied auf Jena“ bekannt – an den deut­schen Universitäten. Wo es noch kein eigenes, also auf die eigene Alma Mater bezogenes verbindungsstudentisches Lied­gut gab, wurde kurzerhand die Melodie aus Jena mit neuem Text über­nommen.<strong>[xxxvi]</strong> Neben „Alt-Heidelberg“ ist „Und in Jene“ eines der wenigen Lieder, die sich aus dem örtlichen studen­tischen Kon­text in die überregionale Kommersbuch-Literatur ver­breitet ha­ben. Parallel dazu konnten diese beiden Lieder sich dann im volkstümlichen Liedgut ihrer Zeit etablieren. Auch heute sind sie durchaus bekannt – und immer noch beliebt.</p>
<p><em>Sophia Krüger</em></p>
<p>Herzlichen Dank an dieser Stelle an Raimund Lang und Thorsten Stepath, die mich zu diesem Thema inspiriert und mir ihre Aufzeichnungen zur Ver­fügung gestellt haben. S. K.</p>
<p>Dieser Beitrag erschien zuerst in der in Jena und München erscheinenden Netzzeitung <a href="https://www.tabularasamagazin.de/und-in-jene-lebt-sichs-bene-zur-geschichte-eines-studentenlieds/">Tabula Rasa</a>.</p>
<p><strong>[i]</strong> Vgl. Jena Wohnen, httpss://www.jenawohnen.de/aktuelles/archiv/detail/arti­cle/in-jene-lebt-sichs-bene.html. Letzter Zugriff: 10. April 2020.</p>
<p><strong>[ii]</strong> Vgl. Ernst Abbé Chor, https://www.ernst-abbe-chor.de/Verein/. Letzter Zu­griff: 10. April 2020.</p>
<p><strong>[iii]</strong> Vgl. Siegfried, C.: „Meier, Ernst Heinrich“. In: Allgemeine Deutsche Biographie 21, Leipzig 1885, S. 189 – 192.</p>
<p><strong>[iv]</strong> Spazier, Karl (Hrsg.) Zeitung für die elegante Welt. Mode, Unterhaltung, Kunst, Theater,), Berlin 1841, als Digitalisat über die Bayerische Staatsbibliothek ab­rufbar unter: httpss://reader.digitale-sammlungen.de//re­solve/dis­play/bsb105 32437.html, letzter Zugriff: 10. April 2020.</p>
<p><strong>[v]</strong> Lewald, August, Album der Boudoirs, , Stuttgart 1839, S. 135 – 142.</p>
<p><strong>[vi]</strong> Die Nutzung dieses Namens speziell für Lyrik und Liebestexte lässt die Vermutung zu, dass Meier wahrscheinlich schon früh eine wissenschaftliche Karriere anstrebte und sich durch die Verwendung eines Pseudonyms die Distanz zwischen seiner künstlerischen Tätigkeit und den Schriften als Ge­lehrter sowie seine seriöse Reputation erhalten wollte.</p>
<p><strong>[vii]</strong> Da von diesem Gedichtband nur noch fünf Exemplare in Deutschland vor­handen sind, war es leider nicht möglich, den Inhalt einzusehen und so – falls das „Loblied“ darin abgedruckt wäre – die Autorschaft Meiers zwei­felsfrei zu belegen. Auch in Gesprächen mit Thorsten Stepath und Raimund Lang konnten keine endgültigen Beweise gefunden werden, wenngleich seine Urheberschaft als höchst wahrscheinlich anzusehen ist.</p>
<p><strong>[viii]</strong> Sein Name ist 1839 nicht in den Matrikeln der Universität Heidelberg zu fin­den. Eventuell war er als Lehrender oder privat vor Ort, was leider aktu­ell nicht belegt werden kann.</p>
<p><strong>[ix]</strong> Als Referenz dient hier: Foshag, M. (Hrsg.), Allgemeines Deutsches Kommers­buch, 166. Auflage, Kehl am Rhein 2013, S. 224.</p>
<p><strong>[x]</strong> Commers-Buch für den deutschen Studenten, 3. Auflage, Magdeburg 1858. S. 288.</p>
<p><strong>[xi]</strong> Schauenburg, H. und E. (Hrsg.), Allgemeines Deutsches Commersbuch, 6. redi­gierte Auflage, Lahr 1861.</p>
<p><strong>[xii]</strong> Vgl.: Linder-Beroud, Waltraud, „Wie badisch ist das Badnerlied? Zur Geschichte der Landeshymnen in Baden-Württemberg“, in: John, Eckhard (Hrsg.), Volkslied – Hymne – politisches Lied. Populäre Lieder in Baden-Württemberg, Münster 2003, S. 54 – 95, hier: S. 64ff.</p>
<p><strong>[xiii]</strong> Die genaue Entstehungszeit sowie die Frage nach dem Komponisten der „Marseillaise“ sind umstritten. Als mögliche Daten werden 1781 (Giovanni Battista Viotti), 1787 (Jean-Baptiste Lucien Grisons) sowie 1792 (Claude Jo­seph Rouget de Lisle) diskutiert, wobei die heute geläufige Fassung der französischen Nationalhymne von Rouget de Lisle stammt.</p>
<p><strong>[xiv]</strong> Vgl.: Linder-Beroud, „Wie badisch ist das Badnerlied?, S. 64.</p>
<p><strong>[xv]</strong> Steinmetz, Max (Hrsg.), Geschichte der Universität Jena 1548/58 – 1958, Festga­be zum 400jährigen Universitätsjubiläum, Jena 1958, S. 453, S. 466, S. 498 ff.</p>
<p><strong>[xvi]</strong> Gerber, Stefan, Die Universität Jena 1850 – 1918, in: Traditionen, Brüche, Wand­lungen. Die Universität Jena 1850 – 1995, Köln / Weimer / Wien 2009, S. 23 – 269, hier: S. 67.</p>
<p><strong>[xvii]</strong> Gerber, Stefan, Die Universität Jena 1850 – 1918, S. 23.</p>
<p><strong>[xviii]</strong> Gerber, Die Universität Jena 1850 – 1918, S. 206.</p>
<p><strong>[xix]</strong> Lang, Raimund, Und in Jene lebt sich’s bene … Vertiefende Details zu einem be­liebten Studentengesang, in: Festschrift des Corps Franconia-Jena zu Regens­burg zu seinem 200. Stiftungsfest, Manuskript unpaginiert, in Druck.</p>
<p><strong>[xx]</strong> Siehe dazu: httpss://geschichte.jena.de/de/chronik, Abschnitt „19. Jahrhun­dert“, Eintrag „1872“; illustriert wird dies durch das Stadtmuseum Jena: httpss://www.stadtmuse­um-jena.de/fm/2316/Leu­tra­fege-Irrgarten.jpg, Abruf beider Seiten am 17. Oktober 2020.</p>
<p><strong>[xxi]</strong> Ebd.</p>
<p><strong>[xxii]</strong> Die Zahl der Mühlen im Jenenser Innenstadtbereich, die verschiedenen Zwecken dienten, betrug noch im 19. Jahrhun­dert immerhin neun.</p>
<p><strong>[xxiii]</strong> Lang, Raimund, Und in Jene lebt sich’s bene …, Manuskript.</p>
<p><strong>[xxiv]</strong> Ebd.</p>
<p><strong>[xxv]</strong> In der Originalversion ist der Wein gerade „zum Punsche recht“, er musste nach dieser Lesart also gesüßt werden, um überhaupt genießbar zu sein.</p>
<p><strong>[xxvi]</strong> Rebmann, Andreas Georg Friedrich, Jena fängt an, mir zu gefallen – Stadt und Universität in Schriften und Briefen, Jena / Leipzig 1994, S. 13.</p>
<p><strong>[xxvii]</strong> Rebmann, Jena fängt an, mir zu gefallen, S. 77.</p>
<p><strong>[xxviii]</strong> Rebmann, Jena fängt an, mir zu gefallen, S. 72 f.</p>
<p><strong>[xxix]</strong> Fiedler, Fritz, „In Schlafröcken darf man gehen…“ Ein kleiner Streifzug durch Lied, Jahrhunderte und Stadt, in: Paulinenbriefe, Nr. 12, Dezember 1993, S. 17.</p>
<p><strong>[xxx]</strong> Vgl.: Koch, Herbert, Geschichte der Stadt Jena, Stuttgart 1966, S. 340.</p>
<p><strong>[xxxi]</strong> Gerber, Die Universität Jena 1850 – 1918, S. 48: Im 19. Jahrhundert waren dies Sachsen-Gotha-Altenburg, Sachsen-Coburg-Saal­feld, Sachsen-Mei­ningen so­wie Sachsen-Weimar-Eisenach; vgl. ebd., S. 48: Sachsen-Weimar hatte dabei die Positi­on des „Erhalterstaates“ und spielte mithin die wichtigtes Rolle.</p>
<p><strong>[xxxii]</strong> Vgl. ebd. der Originaltext der achten Strophe: Und die allerschönste Freiheit / Kommt in Jena an den Tag. / In Schlafröcken darf man gehen / Und den Bart sich lassen stehen, / Wie ein jeder will und mag.</p>
<p><strong>[xxxiii]</strong> Bauer, Joachim, Universitätsgeschichte und Mythos – Erinnerung, Selbstverge­wisserung und Selbstverständnis Jenaer Akademiker 1548 – 1858, Pallas Athene – Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, Bd. 41, Stuttgart 2012, S. 191 – 196.</p>
<p><strong>[xxxiv]</strong> Bauer, Universitätsgeschichte und Mythos, S. 197 – 210, insbes. 197 f.</p>
<p><strong>[xxxv]</strong> Bauer, Universitätsgeschichte und Mythos, S. 211 – 219.</p>
<p><strong>[xxxvi]</strong> Beispielsweise schrieb Leopold von Münchow nach 1905 den Text zu „Du mein Kiel“ auf diese Melodie.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column seewann-quelle" ></p>
<p>Der Beitrag stammt von Sophia Krüger; der Originalbeitrag ist auf der Website des Arbeitskreises der Studentenhistoriker (AKSt) <a href="https://studentenhistoriker.eu/und-in-jene-lebt-sichs-bene-zur-geschichte-eines-studentenlieds/#_ednref12">hier</a> nachzulesen.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/und-in-jene-lebt-sichs-bene-zur-geschichte-eines-studentenlieds/">„Und in Jene lebt sich’s bene“ – zur Geschichte eines Studentenlieds</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Paris: Gefahren und Chancen der Kultur Europas – wie durch ein Brennglas</title>
		<link>https://gds-web.de/paris-gefahren-und-chancen-der-kultur-europas-wie-durch-ein-brennglas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Samuel Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 21:42:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gds-web.de/?p=2012</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/paris-gefahren-und-chancen-der-kultur-europas-wie-durch-ein-brennglas/">Paris: Gefahren und Chancen der Kultur Europas – wie durch ein Brennglas</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-2013" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Paris_notre-dame_pixabay-6735178w.jpg" width="987" height="658" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Paris_notre-dame_pixabay-6735178w.jpg 987w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Paris_notre-dame_pixabay-6735178w-300x200.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Paris_notre-dame_pixabay-6735178w-768x512.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Paris_notre-dame_pixabay-6735178w-350x233.jpg 350w" sizes="(max-width: 987px) 100vw, 987px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span></p></span><span><p>Paris: Gefahren und Chancen der Kultur Europas – wie durch ein Brennglas</p></span><span><p></span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p><strong>Lothar Rilinger Hasso-Borussiae Freiburg schreibt über Paris, und damit zweifelsohne über eine der wichtigsten Kulturmetropolen Europas. Doch wer einen Reiseführer erwartet, wird bald eines besseren belehrt. Schon nach wenigen Seiten der Lektüre ist gut erkennbar – hier geht’s um mehr. In der Netzzeitung Tabula Rasa ist eine Rezension erschienen, die die großen Qualitäten dieses Buches würdigt.</strong></p>
<p>Den Beginn in Rilingers neuem Buch macht ein höchst symbolisches Bild, das vor aller Augen steht, doch der Autor, AH des Corps Hasso-Borussia Freiburg und zugleich höchst profilierter katholischer Publizist, beschreibt nicht nur – er deutet vielsagend aus: Im Bogen des Arc de Triomphe, auf den leicht ansteigend die Prachtstraße Champs Elysees zuläuft, ist kein einziges Gebäude sichtbar – nur der Himmel. Das war so gewollt, und zwar bereits in der Planung. Dieser überdimensionale, ja, hypertrophe Triumphbogen ist umbaute Transzendenz. Und nicht umsonst steht diese Impression am Eingang dieses Buches – auf unterschiedliche Weise kommt Rilinger darauf später noch mehrfach zurück.</p>
<p>Französischen Lesern wäre diese Interpretation des napoleonischen Kriegerdenkmals wahrscheinlich klar, aber dieses Buch, in dem sich ein ganzes Themenspektrum öffnet, ist für deutsche Leser geschrieben. Der titelgebende „Fluchtpunkt der Gedanken“ ist indessen Gott – das darf als Ergebnis der Lektüre hier schon vorweggenommen werden. Aber der geistige Weg hin zu dieser Geistlichkeit, den Rilinger wählt, ist höchst interessant und originell. Zwei kurze Abschnitte zur jüngsten Geschichte der Stadt aus deutscher Sicht machen den Anfang. Behandelt werden der General und Widerstandskämpfer Carl Heinrich v. Stülpnagel und Ernst Jünger – ein weltanschauliches Spannungsverhältnis tut sich auf, aber Rilinger zeigt, dass hier kein Widerspruch besteht. Beiden Protagonisten ging es von ihrer jeweiligen Position aus übereinstimmend um Frieden und die Wiederherstellung des Rechts.</p>
<p>
</div><div class="uncode-single-media seewann-bild-links text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-2015" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Rilinger_Paris_Rw.jpg" width="573" height="837" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Rilinger_Paris_Rw.jpg 573w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Rilinger_Paris_Rw-205x300.jpg 205w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/09/Rilinger_Paris_Rw-350x511.jpg 350w" sizes="(max-width: 573px) 100vw, 573px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column seewann-bildunterschrift-links" ></p>
<p>Zentrale Gedanken zu Europa, das römisch gegründet und griechisch geprägt ist, dabei auf dem Berg Golgatha fußend: Lothar Rilinger schrieb sie auf.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Wohlgesetzt sind die Themen auf dem Weg zum abschließenden und krönenden Abschnitt, in dem dann die zentralen Gedanken gesammelt, kombiniert und in den entscheidenden Bezug gesetzt werden. Erstes wichtiges Thema sind dabei die Menschenrechte. Herausgehoben sei hier pars pro toto die Überlegung, dass es in Frankreich einen „volonté générale“ gibt, in dem durch die jeweiligen Eliten festgelegt werden kann, für wen welche Menschenrechte gelten. Dies steht zumindest im indirekten Gegensatz zu den Menschenrechten der Vereinten Nationen, die seit 1948 – und noch ist es so – den Gottesbezug kennen. Doch Rilinger sieht hier einen Nukleus für manches weltweite Unheil. Denn vom französischen „volonté générale“ führt dann ein direkter Wunsch zum Existentialismus eines Jean-Paul Sartre, bei dem der Mensch der Schöpfer seiner selbst ist und keine ewigen Werte mehr kennt – für den Rezensent war diese Sicht der Dinge bahnbrechend. Der gesamte Existentialismus als gigantischer Irrtum, als neue Hybris des Westens, als neuer Turmbau zu Babel. Aber ist das nicht zu dick aufgetragen? Nun, lesen Sie Rilinger!</p>
<p>Nicht weniger wichtig – und schockierend – ist die Information, dass durch Sartres Sicht auf die Freiheit des Menschen, die keinen Gott kennt, auch der Weg zur Pädophilie auf eine neue, unheilvolle Weise geistig neu geebnet wurde. Das hatte in den 1980er Jahren – mindestens bis dann – Wirkung auf die deutsche Partei „Die Grünen“ und das nahtlos an sie anschließende linksextreme Spektrum. Sex mit Kindern, Mädchen wie Jungen, gehörte zu ihrem Programm, und ja, dabei handelt es sich um knallharten Kindesmißbrauch. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass Sartre am 4. Dezember 1974 den inhaftierten RAF-Mitgründer Andreas Baader im Hochsicherheitsgefängnis Stuttgart-Stammheim besuchte – ein maximaler Tiefpunkt europäischer Geistesgeschichte. Zwar erwähnt Rilinger diese Episode deutscher Nachkriegsgeschichte nicht, aber dem kundigen Leser ist sie im Gedächtnis.</p>
<p>Natürlich darf der Eiffelturm nicht fehlen. Rilinger platziert seine Erwähnung am Beginn seines dritten hinführenden Kapitels, das dem Laizismus gewidmet ist. 1889 wurde dieses Bauwerk eingeweiht – ja, richtig gerechnet: 100 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille, dieser vermeintlichen Revolution, die in sich bis heute ein Propaganda-Produkt ist, weil sie in Wirklichkeit ein völliger Fehlschlag war, was hier aber nur am Rande bemerkt sei. Von diesem Turm des Gustave Eiffel, der alle sakralen Bauwerke der französischen Hauptstadt weit überragen sollte und den Zeitgenossen wie ein neuer Turm zu Babel erschien, schließt Rilinger höchst hellsichtig auf Jean-Paul Sartre und den Menschen, der sich selbst erschafft – das ist wirklich höchst lesenswert! Diese Passage lohnt auch deswegen, weil der Autor hier sehr aktuelle Beispiele bringt. Nicht genug kann es betont werden: dies ist kein Buch über Paris, sondern für ein tieferes Verständnis des römisch begründeten, aus der griechischen Antike gespeisten, auf dem Berg Golgatha fußenden Abendlandes.</p>
<p>Die 20 Seiten vor dem Abschnitt über das Christentum sind dessen Gegenwelt gewidmet. Raffiniert führt Rilinger seine Leserschaft zunächst zum Einkaufen, neuerlich „shoppen“ genannt, in die Boutique von Hermès in die Rue Faubourg St. Honoré, beschreibt den schwelgerischen Lebensstil des neuen, laizistischen, wohlhabenden Menschen, der keinen Gott mehr braucht, und leitet dann anhand der Gebäude, die er beschreibt, der Grande Fassade de Paris, nahtlos über zu einem Menschenbild des Transhumanismus, das auf einem hier zu findenden, entgöttlichten Boden sprießen kann. Rilinger wörtlich auf Seite 163: „Das atheistisch-mechanische Weltbild steht somit dem jüdisch-christlichen konträr gegenüber.“ Für diese Entwicklung, die sich auch in der EU durchzusetzen beginnt – erwähnt wird der Matic-Bericht –, nennt er als aktuell Verantwortlichen einen wohlbekannten Namen: <span style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif;">Emmanuel Macron</span><span style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif;">. Dieser Abschnitt ist geradezu Sprengstoff für die aktuellen Diskussionen rund um KI und § 218 hierzulande, und er birgt eine sehr wichtige Argumentationslinie für alle, denen das Abendland noch nicht gänzlich egal ist.</span></p>
<p>Das abschließende, quasi krönende Kapitel des Buches hat das Christentum zum Thema. Es enthält in konzentrierter Form Nachrichten, die uns Rilinger mitteilen möchte. Durch die hinführenden Kapitel sind wir informiert – oder besser: gewarnt. Zunächst stellt der Autor fest, dass für die französische Nationalheilige Jeanne d’Arc eine grobe Dissonanz gibt. Sie war der katholischen Sache verpflichtet und gab dafür ihr Leben, doch die revolutionäre Realität, die in Frankreich seit 1789 herrscht, hat sie vereinnahmt. Rilinger zeigt auf, wie brüchig und in sich unlogisch die gedankliche Brücke ist, über die eine zutiefst national bewegte wie romtreue, junge Heldin zur Ikone einer brachial-atheistisch agierenden Revolutionsbewegung wurde. Die Zweifel in diesen Ausführungen sind überzeugend, fast schon ist es ein Denkmalssturz der Revolutionsikone.</p>
<p>Der folgende Abschnitt im Kapitel Christentum präsentiert sich als starker Kontrast. Er ist schlichtweg wundervoll, fällt thematisch aus dem Rahmen – und zeigt zugleich: auch dies ist eine kulturelle Facette der wahrlich großen Metropole Paris. Worum geht es? Um ein Gemälde des italienischen Renaissancemalers Fra Angelico, „Le Calvaire avec saint Dominique“. Die Beschreibung dieses Meisterwerkes an sich ist bereits eine literarische Trouvaille, und sie dürfte um ihrer Thematik willen bewusst an dieser Stelle des Buches plaziert sein. Es geht um nicht weniger als um das Erlösungswerk Jesu Christi schlechthin, um seinen Tod am Kreuz um unserer Sünden willen. Der Louvre wird en passant als ein Kulturschatz von überörtlicher, ja, kontinentaler Bedeutung beschrieben, der schlechterdings keinen besseren Standort als eine Metropole wie Paris haben könnte.</p>
<p>Und dann geht es um Notre Dame – endlich ist der thematische Bogen des Buches dort angekommen, wo es die dem Arc de Triomphe innewohnende transzendentale Illusion bereits angedeutet hatte. Ohne dass es explizit gesagt wird, zielt das ganze Buch auf das geistliche Herz der Stadt, die Kathedrale, die „Mutter Europas“ hin. Mit großem Befremden nimmt Rilinger dabei zunächst den enormen Besucherandrang in Notre Dame zur Kenntnis und versteigt sich vielleicht ein wenig, wenn er fragt, ob der katastrophale Brand der Kathedrale vom 15. April 2019 ein „Selbstmordversuch“ der Kirche angesichts überbordender Besucherzahlen gewesen sei. Stünde hier nicht besser die erfreuliche Tatsache im Mittelpunkt, dass die „Mutter Europas“ begeistert besucht wird – von wem auch immer?</p>
<p>In Notre Dame ist unbeschadet aller Besuchermassen der Himmel zu finden. Und eben nicht auf der gottfernen Monumentalstraße Champs Elysees, wo der Arc de Triomphe von einem Machthaber in Auftrag gegeben wurde, der scheitern mußte: Napoleon Bonaparte. Auf geistlicher Ebene sind es die Lehren und Forderungen des ursprünglich aus einer jüdisch-polnischen Familie stammenden Kardinals Jean-Marie Lustiger, Erzbischof von Paris, die Rilinger als Ausgangspunkt für seine inhaltliche Zusammenführung des Bandes nimmt. Den Leser nimmt er direkt mit hinein in eine stille, andächtige Kathedrale, und hier erklärt er einmal mehr und mit großer Deutlichkeit, wie fatal und letztlich menschenverachtend der Transhumanismus ist, der letztlich aus dem Existentialismus entsprang und im 21. Jahrhundert eine Vielzahl von Wirkungen entfaltet: bei der angenommenen sexuellen Diversität, beim postulierten Recht, das Geschlecht selbst zu wählen, bei der Verführung von Kindern zu sexualisiertem Denken in diesem Sinne und schließlich in allen politischen Parteien, die diese Irrlehren vertreten oder vertraten. Ein wichtiges Signal!</p>
<p>So kurz wie eindrücklich schließlich der Hinweis, dass der über Jahrhunderte gehende Bruderkrieg zwischen Deutschen und Franzosen mit einer Heiligen Messe beigelegt werden konnte, die in Notre Dame gefeiert wurde und an der unter anderem Charles de Gaulle, Robert Schuman und Konrad Adenauer teilnahmen. Benedikt XVI. bildet dann den inhaltlichen Schlußpunkt dieses bemerkenswerten Bandes. Dieser – hoffentlich – zukünftige Kirchenlehrer hat speziell den Franzosen klar gegenüber umrissen, wie schädlich ihre absolut gehandhabte Trennung von Staat und Kirche ist. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, welcher Anstrengungen es bedarf, damit die jüdisch-christliche Idee Europas in eine gute Zukunft getragen werden kann.</p>
<p>Diesem wichtigen Buch sei eine breite Leserschaft gewünscht, wobei zu hoffen ist, dass der Titel kein Hindernis darstellen möge. Schließlich geht es um das höchst gefährdete Abendland insgesamt, von einem seiner Kulminationspunkte, von einer seiner ältesten Metropolen aus betrachtet. Es geht um Ansatzpunkt für eine christlich-jüdische Zukunft für den Kontinent Europa, der zugleich wehrhaft und doch auch tolerant anderen Religionen gegenüber sein soll. Das alles wird mit der Formulierung „Fluchtpunkt der Gedanken“ fast schon versteckt. „Gedanken aus dem Brennpunkt eines gefährdeten Kontinents“ – das wäre vielleicht eine Idee, wie der Titel hätte lauten können, denn um nicht weniger geht es. Und genau deswegen ist dieses Buch angesichts der aktuellen politischen Verwerfungen eine Pflichtlektüre! Zumal die Ideen und Handlungsmaximen, die Rilinger aufzeigt, recht konkret und praktikabel sind. Europa braucht mehr Menschen, die den so wohlgeordnet gesammelten Gedanken von Lothar Rilinger folgen und die danach handeln.</p>
<p>Lothar Rilinger, Paris: Fluchtpunkt der Gedanken, Aachen 2026, broschiert, 260 Seiten, ISBN: 978-3-8107-0407-8, 22 Euro.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column seewann-quelle" ></p>
<p>Der Beitrag stammt von Sebastian Sigler; der Originalbeitrag ist auf der Website des Arbeitskreises der Studentenhistoriker (AKSt) <a href="https://studentenhistoriker.eu/paris-gefahren-und-chancen-der-kultur-europas-wie-durch-ein-brennglas/">hier</a> nachzulesen.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/paris-gefahren-und-chancen-der-kultur-europas-wie-durch-ein-brennglas/">Paris: Gefahren und Chancen der Kultur Europas – wie durch ein Brennglas</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unsere aktuelle Veröffentlichung: „Jüdische Korporierte, jüdische Verbindungen“</title>
		<link>https://gds-web.de/unsere-aktuelle-veroeffentlichung-juedische-korporierte-juedische-verbindungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Samuel Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 20:57:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gds-web.de/?p=1990</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/unsere-aktuelle-veroeffentlichung-juedische-korporierte-juedische-verbindungen/">Unsere aktuelle Veröffentlichung: „Jüdische Korporierte, jüdische Verbindungen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h1>Jüdische Verbindungen und jüdische Korporierte:</h1>
<h3>AKSt-Tagungsband erscheint im Oktober 2026</h3>
<p class="p1">
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-1978" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/260804_Sigler_19717_Umschlag_Stu4.jpg" width="1316" height="767" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/260804_Sigler_19717_Umschlag_Stu4.jpg 1316w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/260804_Sigler_19717_Umschlag_Stu4-300x175.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/260804_Sigler_19717_Umschlag_Stu4-1024x597.jpg 1024w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/260804_Sigler_19717_Umschlag_Stu4-768x448.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/260804_Sigler_19717_Umschlag_Stu4-350x204.jpg 350w" sizes="(max-width: 1316px) 100vw, 1316px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p class="p1">Von März 2021 bis Februar 2022 hat der AKSt drei Tagungen abhalten können, die sich um das Großthema der jüdischen Verbindungen und der jüdischen Korporierten drehten. Wir möchten hier nun unseren Geldgebern danken: Durch ihre großzügige Unterstützung erhalten die bemerkenswerten Erträge dreier Tagungen nun eine Veröffentlichung mit großer Reichweite. Im Oktober 2026 werden wir diesen Band vorstellen; er ist bereits in Druck.</p>
<p class="p1">Unsere Geldgeber sind:</p>
<p class="p1">• Adam-Haker-Stiftung<br />
• Altherrenverband des Burschenbundsconventes / Dr. Gerd Mohnfeld<br />
• Convent Deutscher Akademikerverbände<br />
• Corps Rhenania Hamburg / Bernd Kunz<br />
• CV-Akademie<br />
• Gemeinschaft Deutsche Studentengeschichte<br />
• Matthias-Glockner-Stiftung / <a href="http://www.stiftung-deutsche-studentengeschichte.de">www.stiftung-deutsche-studentengeschichte.de</a><br />
• Schweizerische Vereinigung für Studentengeschichte</p>
<p class="p1">Diese Donatoren haben es möglich gemacht, daß unser Band bei einem international höchst renommierten deutschen Verlag erscheinen kann: bei Duncker &amp; Humblot, Berlin.</p>
<p class="p1">Die erste der Tagungen über jüdische Verbindungen und jüdische Korporierte fand im wirklich einzigen Verbindungshaus weltweit statt, das erstens von einer jüdischen Verbindung für eigene Zwecke umgebaut wurde und zweitens bis heute original erhalten ist. Die zweite Tagung fand statt <a href="https://studentenhistoriker.eu/einladung-zur-fuehrung-durch-das-akademisch-juedische-heidelberg/">in Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg</a>, HfJS. Der Ort der Dritten Tagung, diese <a href="https://studentenhistoriker.eu/basel-2022-28-schweizerische-studentenhistorikertagung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in Gemeinschaft mit unseren Partnern von der SVSt</a>, war Basel, der Stadt des Ersten Zionistenkongresses, den Theodor Herzl für den 29.–31. August 1897 einberufen hatte, Tagungslokal war das historische Gasthaus Löwenzorn inmitten der gotischen Basler Altstadt.</p>
<p class="p1">
</div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-1991" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Korpotalk-Juedische2x.jpg" width="711" height="431" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Korpotalk-Juedische2x.jpg 711w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Korpotalk-Juedische2x-300x182.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Korpotalk-Juedische2x-350x212.jpg 350w" sizes="(max-width: 711px) 100vw, 711px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column seewann-quelle" ></p>
<p class="p1">Korpotalk-Folge Nr. 66 zum Thema „Die Geschichte der Jüdischen Verbindungen“ mit dem Leiter des AKSt, Sigler Masoviae Königsberg zu Potsdam, Guestphaliae Halle: <a href="https://korpo-talk.podigee.io/68-new-episode">hier anhören</a>.</p>
<p class="p1"><em>Der Beitrag stammt von Sebastian Sigler; der Originalbeitrag ist auf der Website des Arbeitskreises der Studentenhistoriker (AKSt) <a href="https://studentenhistoriker.eu/vorschau-bei-korpotalk-juedische-korporierte-kommendes-buch/">hier</a> nachzulesen.</em></p>
<p class="p1">
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/unsere-aktuelle-veroeffentlichung-juedische-korporierte-juedische-verbindungen/">Unsere aktuelle Veröffentlichung: „Jüdische Korporierte, jüdische Verbindungen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sammlung Seewann: AKSt vermittelt jüdische Studentika nach Würzburg</title>
		<link>https://gds-web.de/sammlung-seewann-akst-vermittelt-juedische-studentika-nach-wuerzburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Samuel Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 20:34:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gds-web.de/?p=1976</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/sammlung-seewann-akst-vermittelt-juedische-studentika-nach-wuerzburg/">Sammlung Seewann: AKSt vermittelt jüdische Studentika nach Würzburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ></p>
<h1>Sammlung Seewann:</h1>
<h3>AKSt vermittelt jüdische Studentika nach Würzburg</h3>
<p>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode-single-media seewann-bild-links text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-1980" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Makkabaea-Wien-Web.jpg" width="1536" height="1028" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Makkabaea-Wien-Web.jpg 1536w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Makkabaea-Wien-Web-300x201.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Makkabaea-Wien-Web-1024x685.jpg 1024w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Makkabaea-Wien-Web-768x514.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Makkabaea-Wien-Web-350x234.jpg 350w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column seewann-bildunterschrift-links" ><p>
Couleur mit Prunktönnchen, Makkabaea Wien. Alle Bilder: Harald Seewann, persönlich übermittelt an den AKSt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Er war einer der bedeutendsten Studentenhistoriker: Harald Seewann aus Graz. Er gab dem überaus faszinierenden, aber ab 1933 schlagartig verschwundenen Milieu des jüdischen Korporationswesens eine Stimme. Ihm übergaben eine ganze Anzahl der letzten Überlebenden aus dem Kreis der jüdischen Korporierten Couleur und Erinnerungsstücke, er baute eine faszinierende, einzigartige Sammlung jüdischer Studentika auf. Auf Vermittlung von Sebastian Sigler, der auch die Geldgeber und die Witwe miteinander in Kontakt brachte, ist diese Sammlung nun im Institut für Hochschulkunde, kurz IfH, in Würzburg eingelangt und wird katalogisiert; sie gehört zum Bestand der Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde, DGfH.</p>
<p>Am 19. Oktober 2023 ist Harald Seewann verstorben. Er war als Studentenhistoriker einer der besten Kenner des jüdischen Couleurs, der Nestor der Historiographie des jüdischen Korporationslebens. Überlebende der Shoa, die im Exil lebten, haben ihn im Jahre 1992 mit der Ehrenmitgliedschaft des IGUL geehrt. Doch nach seinem plötzlichen Tod war lange unsicher, was mit seiner Sammlung geschehen werde – sogar ein Verkauf via Auktionen über Internet-Plattformen wurde erwogen. Schließlich ergriff Sebastian Sigler die Initiative und suchte Kontakt zu möglichen Geldgebern. Dieser Kontakt war entscheidend.</p>
<p>Dank einer durch Sebastian Sigler vermittelten Finanzierung durch die Adam-Haker-Stiftung war die Trägerin des IfH, die Deutsche Gesellschaft für Hochschulkunde (DGfH), in der Lage, ein Kaufangebot für die Sammlung abzugeben; der Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung (VfcG) garantierte eine Zwischenfinanzierung. Dr. Gerd Mohnfeld, der Verbandsvorsitzende der inzwischen formell aufgelösten Altherrenschaft des Burschenbundsconventes, half mit einer namhaften Spende. Es war höchste Zeit, denn sehr konkret stand die Gefahr im Raum, dass die Stücke einzeln in den Antiquitätenhandel gegeben worden wären.</p>
<p>Das Kaufangebot hatte Erfolg, eine Zerschlagung der Sammlung war abgewendet. Sebastian Sigler reiste im November 2025 nach Graz, um die einzigartigen Stücke abzuholen, doch Christiane Seewann, die Witwe, war erkrankt. So übernahm Thomas Heglmeier, zugleich Vorsitzender der DGfH, im März 2026 den Fahrdienst und holte die Sammlung von Graz nach Würzburg. Derzeit werden die jüdischen Studentika der Sammlung Seewann nun im IfH erfaßt und katalogisiert. Natürlich warten alle Studentenhistoriker nun darauf, daß recht bald neue Bilder aller Stücke zu sehen sind.</p>
<p>
</div><div class="uncode-single-media seewann-bild-rechts text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-1979" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Charitas-Graz2.jpg" width="1392" height="1192" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Charitas-Graz2.jpg 1392w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Charitas-Graz2-300x257.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Charitas-Graz2-1024x877.jpg 1024w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Charitas-Graz2-768x658.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/08/Charitas-Graz2-350x300.jpg 350w" sizes="(max-width: 1392px) 100vw, 1392px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column seewann-bildunterschrift-rechts" ><p>
Couleur der Charitas Graz aus der Sammlung Seewann. Bilder: Harald Seewann</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>Und so begann es: Harald Seewann, der seit 1964 der heutigen akademischen Grazer Burschenschaft „Marko-Germania“ angehörte und bereits als Mitgründer des Steiermärkischen Studentenhistoriker-Vereins in Erscheinung getreten war, suchte und fand den Kontakt zum nach Graz zurückgekehrten letzten Senior der bis 1938 in der Stadt bestehenden Jüdisch-Akademischen Verbindung „Charitas“. Seewann, der als Journalist und als Verlagskaufmann beim Regionalblatt „Kleine Zeitung“ tätig war, erkannte sofort, welch bedeutender, bis dahin kaum bekannter Forschungsgegenstand hier schlummerte. Er begann zu recherchieren und wurde in israelischen Sammlungen wie den Central Zionist Archives und der National Library of Israel in Jerusalem oder Beth Hatefutsoth in Tel Aviv fündig. Bald schon verfügte er nicht nur über beste Kenntnisse, sondern auch über eine wachsende Sammlung jüdischer Studentika.</p>
<p>Seinen aus dem buchstäblichen Nichts aufgebauten Kenntnisstand bereitete Seewann in der monumentalen, fünfbändigen Reihe „Zirkel und Zionsstern. Bilder und Dokumente aus der versunkenen Welt des jüdisch-nationalen Korporationsstudententums. Ein Beitrag zur Geschichte des Zionismus auf akademischem Boden“ auf rund 2.400 Druckseiten auf, und die meisten seiner Studentika sind dort auch abgebildet. Dieses zwischen 1990 und 1996 im Eigenverlag erschienene Opus Magnum ist von geradezu einzigartiger Bedeutung und erzeugt bis heute eine Unmittelbarkeit, die über eine minutiös und akribisch zusammengestellte Sammlung von Archivquellen, Dokumenten und Presseberichten weit hinausgeht. Die nunmehr mögliche Ausstellung seiner Sammlung in Würzburg wird die Forschungsarbeit wirksam illustrieren, und die Studentenhistoriker aus ganz Mitteleuropa und darüber hinaus freuen sich darauf, die in Würzburg nun zu leistende Arbeit durch den Besuch einer gewiß exzellenten, hoffentlich bald kommenden Ausstellung gebührend würdigen zu dürfen.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column seewann-quelle" ><p>Der Beitrag stammt von Sebastian Sigler; der Originalbeitrag ist auf der Website des Arbeitskreises der Studentenhistoriker (AKSt) <a href="https://studentenhistoriker.eu/sammlung-seewann-akst-vermittelt-juedische-studentika/">hier</a> nachzulesen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/sammlung-seewann-akst-vermittelt-juedische-studentika-nach-wuerzburg/">Sammlung Seewann: AKSt vermittelt jüdische Studentika nach Würzburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsame Tagung von GDS und SV in Sondershausen</title>
		<link>https://gds-web.de/gemeinsame-tagung-von-gds-und-sv-in-sondershausen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Samuel Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 18:57:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gds-web.de/?p=1766</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/gemeinsame-tagung-von-gds-und-sv-in-sondershausen/">Gemeinsame Tagung von GDS und SV in Sondershausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h1>Gemeinsame Tagung</h1>
<h3>von GDS und SV in Sondershausen</h3>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Aus Anlass des 75. Jahrestages der Wiedergründung des Verbandes Alter SVer (VASV) im Jahre 1950 veranstalteten der Sondershäuser Verband Akademisch-Musikalischer Verbindungen (SV) in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte (GDS) und dem Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg (IfH) vom 2.&nbsp;bis 4.&nbsp;Oktober 2025 eine Tagung in der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen auf dem dortigen Schlossgelände. Diese Ortswahl hatte den Vorteil, dass für die fast 40 Tagungsteilnehmer Übernachtung, Verpflegung, Tagungsprogramm und sogar ein wesentlicher Teil des Kulturprogramms an einem Ort stattfinden konnten.</p>
<p>Die Tagung stand unter dem Thema „…&nbsp;in einem permanenten Zustand der Schizophrenie? – Die studentischen Korporationen und die 68er-Bewegung“. Die meisten Korporationen empfanden nämlich die 68er-Zeit als einen fast traumatischen Epochenbruch, setzte er doch dem Selbstverständnis der Korporationen, ein fester Bestandteil der Universitäten und Hochschulen zu sein, ein abruptes Ende. Für Verbindungskritiker hingegen war „1968“ ein ausschließlich positiv besetzter Erinnerungszeitraum, brachte er doch letztlich eine umfassende Modernisierung und Neuorientierung der bis dahin konservativen Ordinarienuniversitäten und -hochschulen.</p>
<p>Prof. Dr. Matthias Asche, Prof.&nbsp;Dr.&nbsp;Matthias Stickler und PD&nbsp;Dr.&nbsp;Stefan&nbsp;Gerber moderierten nach einer Einführung das in drei Sektionen gegliederte Tagungsprogramm. Einleitend fragte Prof. Stickler, ob Studenten, die stets Bestandteil des politischen Aktivismus gewesen seien, als „68er“ nicht im Zusammenhang mit der Urburschenschaft von 1815 als Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungen gesehen werden müssten. Die deutsche Universität der 1950er und 1960er Jahre war immer noch die Domäne einer mehrheitlich gutsituierten und privilegierten Mittelschicht, gegen die vor allem der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) mit „trotziger Intoleranz“ und vermeintlicher moralischer Überlegenheit als kulturelle Gegenbewegung ankämpfte.</p>
<p>Die erste Sektion galt dem akademischen Umfeld nach 1945. PD&nbsp;Dr.&nbsp;Gerber wies in seinem Referat darauf hin, dass die Wiedergründung von Verbindungen bei Eröffnung der Universitäten nach dem Zweiten Weltkrieg ausdrücklich untersagt war, weil sie als eine feudale, abgesonderte Organisationsform angesehen wurden. Eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Verbindungsarten unterblieb. Auch war das Schlagen von Mensuren und das Farbentragen anfangs verboten. Doch vor allem mit Unterstützung der Altherrenschaften der früheren Korporationen kam es alsbald zu Wiedergründungen, vielfach unter Tarnbezeichnungen. Besonders der CV erstritt in mehreren Verwaltungsgerichtsprozessen das Recht auf das öffentliche Farbentragen an den Universitäten.</p>
<p>Dr. Uwe Rohwedder aus Hamburg untersuchte in seinem Referat die Veränderung der studentischen Mentalitäten nach 1945. Besonderen Einfluss hierauf hatte die Verschiebung der Altersstruktur. Waren beispielsweise 1927 die Studenten zwischen 18 und 24 Jahre alt, so studierte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg die Alterskohorte der 23- bis 27-jährigen. Aufgrund ihrer Zusammenbruchserfahrung wollte diese Studentengeneration etwas Neues schaffen. Zudem hatten viele als Kriegsteilnehmer oder Flüchtlinge aus der sowjetisch besetzen Zone bzw. den verlorengegangenen Ostgebieten noch das Abitur nachholen müssen. Auch gab es anfangs keine staatliche finanzielle Unterstützung, so dass potentielle Studienanfänger zur Finanzierung ihres Studiums zunächst Geld verdienen mussten. Für politische oder andere Freizeitaktivitäten neben dem Studium stand deshalb wenig Zeit zur Verfügung. Ein politisches Mandat für die verfasste Studentenschaft wurde erstmals von den „68ern“ beansprucht. An die Stelle der von den Alliierten als nationalsozialistische Organisation aufgelösten Deutschen Studentenschaft trat der von westdeutschen und West-Berliner Studenten 1949 gegründete Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) als neue Standesvertretung. Wenige Monate nach seiner Gründung brach der VDS die bis dahin bestandene Zusammenarbeit mit den ostdeutschen Studentenräten wegen der zunehmenden Machtansprüche von SED und FDJ ab. In der Folgezeit setzte sich der VDS vornehmlich für die Betreuung von Flüchtlingsstudenten und politisch verfolgten Kommilitonen in der DDR, für die Wiederanknüpfung von Auslandskontakten sowie für die sozialen Belange der Studierenden ein. Als sein größter politischer Erfolg ist die Einführung einer allgemeinen Studienförderung nach dem sogenannten „Honnefer Modell“ im Jahre 1957 anzusehen. Daraus ging später das heutige BAFÖG hervor. Im Verlauf der 68er-Bewegung wurde der VDS vom SDS zerschlagen.</p>
<p>Die zweite Sektion der Tagung behandelte das Thema „1968 und die studentischen Dachverbände“. Für die Burschenschaften trug Dr. Franz Egon Rode, Tauberbischofsheim, vor. Wie auch bei den anderen Korporations-Dachverbänden gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in der Deutschen Burschenschaft (DB) zunächst eine von 1945 bis 1955 dauernde Phase der Neugründung, der eine Konsolidierung folgte. Dabei ging es vor allem um die Mensur als Festhalten an dem alten Ehrbegriff, das Farbentragen, die Aufnahme der österreichischen Burschenschaften sowie um das Vaterlandsverständnis. Dies war deshalb bedeutsam, weil sich das Siedlungsgebiet der Deutschen als Folge der beiden verlorenen Weltkriege nicht mehr mit dem Staatsgebiet des neuen westdeutschen Staates deckte. Die außerhalb davon lebenden Deutschen und Österreicher wollten viele Burschenschafter nicht als Ausländer ansehen. Diese Meinungskämpfe führten letztlich zu tiefen inneren Konflikten in der DB. An den „68er“-Auseinandersetzungen war die Burschenschaft vor allem aus Personalmangel lediglich vereinzelt über Kandidaturen für den AStA beteiligt. Zudem sah sie sich nur als politische und kulturelle Bildungs- und Erziehungsgemeinschaft, aber nicht als Aktionsgemeinschaft.</p>
<p>Thomas Heglmeier, München, wies auf den politischen Neutralitätsstandpunkt und das Toleranzprinzip der Corps hin. Hinsichtlich der Beibehaltung der Mensur und des korporationsstudentischen Brauchtums waren die Probleme der Corps vergleichbar mit der DB und der Landsmannschaften und Turnerschaften. Die sich für den Coburger Convent (CC) aus den 68er-Unruhen ergebenden Probleme erläuterte Oliver Mohr, Nußloch bei Heidelberg. Einige im sogenannten Marburger Kreis zusammengeschlossene CC-Bünde wollten das Fechten zugunsten des Judo-Kampfsports aufgeben. Sie konnten sich jedoch nicht durchsetzen und schieden deshalb aus dem CC aus. Ebenso verließen mehrere Corps des Grünen Kreises, die das Mensurschlagen als Verbands­prinzip ablehnten, aus dem KSCV aus.</p>
<p>Aus Sicht der drei katholischen farbentragenden bzw. -führenden Dachverbände CV, KV und Unitas erläuterte Prof. Asche deren Probleme. Diese ergaben sich vor allem aus dem schwächer werdenden Katholizismus und dem gewandelten Konsum- und Freizeitverhalten der neuen Studentengeneration. Daraus entstanden auch geänderte Veranstaltungsformen. KV und UV nehmen seit Anfang der 1970er Jahre sogar Nicht-Katholiken auf, im UV entstanden als Spätfolge dieser Entwicklungen seit den 1990er Jahren Damenverbindungen. Erfreulich war, dass sich nur wenige katholische Verbindungen auflösten und es sogar zu einigen Neugründungen kam.</p>
<p>Am Beispiel der vergleichsweise kleinen Frankfurter SV-Verbindung Waltharia konnte Prof. Helge Frank, Clausthal, die SV-typische korporative Vielgestaltigkeit des SV erläutern. Diese ist vor allem durch die Aufgabe der unbedingten Satisfaktion mit der Waffe schon nach 1945 und die sukzessive Aufnahme von Frauen in den meisten SV-Bünden seit den 1970er Jahren begründet.</p>
<p>Siegfried G. Rojahn, Paderborn, hob die christlichen Grundlagen des Wingolfs hervor und wies auch auf dessen Bezüge zur Burschenschaft hin. In den 68er-Unruhen stellten die Aktiven die Autorität der Alten Herren, aber auch die korporativen Formen des Bundeslebens infrage. Neu war für den Wingolf die zeitweise Aufnahme von Frauen, die anfangs in Bundesangelegenheiten nicht mitbestimmen konnten. In einigen Fällen gelangen auch Wiedergründungen von Wingolfbünden in den neuen Bundesländern.</p>
<p>In der dritten Sektion stellte Manfred Blänkner, Göttingen, in seinem Vortrag „Studentenverbindungen und SPD – ein komplexes Beziehungsgeflecht“ die Haltung der SPD am Beispiel des SPD-Unterbezirks Göttingen dar. Mitglieder der Vorläuferorganisationen der heutigen SPD hatten seinerzeit wenig Berührungsängste gegenüber der Burschenschaft. Doch nach 1871 kehrte sich dieses Verhalten um, kein national gesinnter Burschenschafter konnte SPD-Mitglied sein. Spätestens mit dem 1955 verabschiedeten Godesberger Programm wandelte sich die SPD von einer sozialistischen Arbeiterpartei hin zu einer Volkspartei und gab u. a. auch ihre ablehnende Haltung gegenüber den Korporationen auf. Doch auf Betreiben von Göttinger SPD-Mitgliedern wurde in neuerer Zeit ein Unvereinbarkeitsbeschluss der Mitgliedschaft in der SPD und einer waffenstudentischen Korporation angenommen. Nachdem ein SPD-Mitglied und Burschenschafter in zweiter Instanz erfolgreich dagegen geklagt hatte, einigte sich die Partei auf eine Einzelfall-Lösung.</p>
<p>In seinem Vortrag „Die sogenannte Damenfrage – Die schmerzhafte Etablierung gemischter Verbindungen am Beispiel des Sondershäuser Verbandes“ wies Ingo Dierck, Mutterstadt, einleitend darauf hin, dass viele SV-Verbindungen als Gesangvereine gegründet worden waren und sich nach 1880 zu Verbindungen wandelten. Vielfach waren seit längerem Damen in den Chören und Orchestern der SV-Verbindungen bereits vertreten, aber in Verbands- bzw. Bundesangelegenheiten besaßen sie kein Mitspracherecht. Nachdem der SV 1967 in München noch sein 100jährigen Stiftungsfest glanzvoll gefeiert hatte, waren die nächsten Jahre gekennzeichnet durch innere Auseinandersetzungen vor allem bezüglich der Damenfrage. Im Ergebnis nehmen heute die meisten SV-Bünde Frauen als Vollmitglieder auf.</p>
<p>In seinem Vortrag „Sieg der altstudentischen Kräfte – ein Pyrrhus-Sieg“ stellte Prof. Stickler zusammenfassend fest, dass das Verbindungswesen als Folge der 68er-Unruhen einen personellen Aderlass und trotz bzw. wegen der kontinuierlich steigenden Studentenzahlen einen massiven Bedeutungsverlust hinnehmen musste. Zugleich wurden Verbindungen in der Öffentlichkeit als anachronistisch angesehen. Die Führungsrolle in der Studentenschaft übernahmen politische Gruppen. Auch in der bürgerlichen Gesellschaft verloren die Verbindungen an Ansehen. In den Korporationsverbänden behielten hingegen altstudentische Kräfte die Oberhand, politisch links eingestellte Mitglieder konnten sich nicht durchsetzen. Wegen der zurückgehenden Mitgliederzahlen rückte die Gewinnung neuer Mitglieder als „Kerngeschäft“ in den Mittelpunkt des Verbindungslebens. Die seit den 1980er Jahren zu beobach­tende Konsolidierung der meisten Korporationsverbände führte nicht dazu, dass diese quantitativ ihre frühere Bedeutung zurückgewinnen konnten.</p>
<p>In seinem Abendvortrag „Ein Blick über den deutschen Tellerrand hinaus. Der ÖCV und 1968“ betonte Dr. Gregor Gatscher-Riedl, Perchtoldsdorf bei Wien, die kammerähnliche Gliederung der österreichischen Hochschulschülerschaft und deren enge Bindung an die politischen Parteien. Die katholischen Verbindungen neigten sehr stark der ÖVP zu. Bei Studentenratswahlen bildeten sie mit anderen Verbänden einen Wahlblock. Bemerkenswert an den Verhältnissen in Österreich war vor allem, dass der ÖCV über die ÖVP einigen Einfluss auf die Reform der österreichischen Hochschulreformen hatte und sich in diesem Zusammenhang – etwa in der Frage der Drittelparität – Forderungen zu eigen machte, die so gar nicht konservativ waren.</p>
<p>Der Samstag war dem Kulturprogramm vorbehalten. Es begann mit einer Führung durch das aus einer Burganlage entstandene 900 Jahre alte Renaissance-Schloss der Sondershäuser Fürsten, einer ungleichmäßigen vierflügeligen Anlage. Besonders sehenswert darin sind der „Blaue Saal“, ein Liebhaber-Theater, ein dem SV gewidmeter Ausstellungsraum und als Höhepunkt die sechsspännige goldene Prachtkutsche der Sondershäuser Fürsten, ein „Thron auf Rädern“, bespannt mit sechs ausgestopften Schimmeln. Danach fuhren einige Teilnehmer zum auf dem Höhenzug Hainleite hoch über der Stadt gelegenen „Rondell“ mit dem Ehrenmal für die gefallenen SV-Mitglieder, einer fünf Meter hohen und 50 mal 50&nbsp;cm im Quadrat messenden Säule aus Muschelkalk. Den Abschluss bildeten ein gemeinsames Mittagessen in einem nahegelegenen Ausflugslokal und der Besuch des SV-Archivs.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Bernhard Schroeter  /  Wolfgang Unold</em></p>
<p style="text-align: right;">
</div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-1767" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1.jpg" width="2480" height="1860" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1.jpg 2480w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1-300x225.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1-768x576.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1-1024x768.jpg 1024w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1-1536x1152.jpg 1536w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1-2048x1536.jpg 2048w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-Sondershausen-Bild-1-350x263.jpg 350w" sizes="(max-width: 2480px) 100vw, 2480px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div><!-- /wp:post-content --></div><p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/gemeinsame-tagung-von-gds-und-sv-in-sondershausen/">Gemeinsame Tagung von GDS und SV in Sondershausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mitgliederversammlung 2025 in Paderborn</title>
		<link>https://gds-web.de/mitgliederversammlung-2025-in-paderborn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Samuel Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 13:18:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://gds-web.de/?p=1742</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/mitgliederversammlung-2025-in-paderborn/">Mitgliederversammlung 2025 in Paderborn</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h1>Bericht über die Mitgliederversammlung der GDS</h1>
<h3>vom 22. November 2025</h3>
</div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Mitgliederversammlung fand im Sitzungsraum des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn statt. Leider waren wie so oft nur wenige Mitglieder anwesend, die allerdings um so reger diskutiert haben.</p>
<p>Nach der Begrüßung folgte eine Schweigeminute für die dem Vorstand bekanntgewordenen verstorbenen Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge): Dr. Bruno A. C. Austermann, Franz Borgerding, Dr. Ottobert Brintzinger, Manfred Ehinger, Dr. W. Hans Engels­kirchen, Klaus Gerstein, Werner Klett, Andreas Kleine-Kraneburg, Gymn.-Prof. Heinrich Kolussi, Hans-Joachim Kortmann, Volker Neumann, Stefan Plotz, Peter Reeh, Gerhard Sander, Eberhard Schatz und Frieder Sünderhauf. Insgesamt hat die GDS (Stand: 6. November 2025) 1.255 Mitglieder, davon acht Neueintritte seit Oktober 2024. Zum Jahresende 2025 werden 40 Mitglieder ausgetreten und wegen säumiger Beiträge gestrichen worden sein.</p>
<p>Abgesehen von den üblichen vier Ausgaben des <em>„Studenten-Kuriers“</em>, ist im letzten Jahr „<em>Fünfzig Jahre Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte (GDS) – eine Festschrift</em>“ erschienen. Daneben liegt mittlerweile auch der dritte Teilband der von Dr. Bernhard Grün besorgten, verdienstvollen Reihe zu den Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höheren Fachschulen 1937–1945 (Bereich NORD) vor. Die im Oktober 2025 in Sondershausen durchgeführte studentengeschichtliche Tagung zu den Korporationen und der Achtundsechziger-Bewegung wurde erfreulicherweise von rund vierzig Referierenden und Teilnehmern mit großem Interesse verfolgt. Ein Konferenzband ist vorgesehen. Es wurde noch einmal explizit bestätigt, dass die GDS und ihre Stiftungen grundsätzlich keine Vollfinanzierung von Drucklegungen mehr für Publikationen in der Schriftenreihe der GDS übernehmen, wie es zuweilen früher üblich war, sondern – von begründeten Ausnahmen abgesehen – nur noch Druckkostenzuschüsse gewähren kann.</p>
<p>Gewürdigt wurde der Paderborner Archivleiter Wilhelm Grabe, der im Frühjahr 2026 in den Ruhestand gehen wird. Ihm verdankt das Institut für Deutsche Studentengeschichte bis dato stets wohlwollendes Interesse und allerlei Förderungen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Prof. Dr. Matthias Asche</em><br />
<em>Vorsitzender der GDS</em></p>
</div><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img decoding="async" class="wp-image-1753" src="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild.jpg" width="2480" height="1654" alt="" srcset="https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild.jpg 2480w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild-300x200.jpg 300w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild-768x512.jpg 768w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild-1024x683.jpg 1024w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild-1536x1024.jpg 1536w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild-2048x1366.jpg 2048w, https://gds-web.de/wp-content/uploads/2026/04/Bericht-MV-2025-Bild-350x233.jpg 350w" sizes="(max-width: 2480px) 100vw, 2480px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div><!-- /wp:post-content --></div><p>Der Beitrag <a href="https://gds-web.de/mitgliederversammlung-2025-in-paderborn/">Mitgliederversammlung 2025 in Paderborn</a> erschien zuerst auf <a href="https://gds-web.de">Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
