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Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e.V.

Nachrichten 2011
Ausgewählte Informationen aus dem Studenten-Kurier

Neuer Vorsitzender im CV-Rat

Heiner Maria Emrich (Novesia Bonn) löst Manfred Speck (Hasso-Rhenania Gießen) als Vorsitzender im CV-Rat ab. Speck konnte nach 16 Jahren Vorstandstätigkeit nicht mehr wiedergewählt werden. Der Verband wächst in den Bereich der Fachhochschulen hinein: Die Cartellversammlung in Essen nahm die 2010 gegründete KDStV Palatina an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Amberg und Weiden sowie der KStV Thuringia Coburg auf, die seit 1965 besteht und bisher Mitglied im Technischen Cartellverband war. Nach vorläufigen Angaben registrierte der Verband im letzten Jahr 534 Rezeptionen neuer Füchse. Drei neu ernannte katholische Bischöfe gehören dem CV an: Felix Gmür (Basel, Vindelicia Prag zu München), Jean-Claude Hollerich (Luxemburg, Edo-Rhenania Tokio und Rheinstein Köln) und Wolfgang Ipolt (Görlitz, Bavaria Bonn). Der CV trauert um sein Mitglied Otto von Habsburg (Agilolfia Freising, Franconia Czernowitz zu Heidelberg).

"Abstammungsprinzip": DB erklärt Streit für beigelegt

Ohne Verschärfung der Aufnahmekriterien im Sinne eines strikten "Abstammungsprinzips" ist der Eisenacher Burschentag 2011 zu Ende gegangen. Die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks hatte ursprünglich den Ausschluss Mannheimer Burschenschaft Hansea aus der DB verlangt, weil diese einen gebürtigen Chinesen mit deutscher Staatsangehörigkeit aufgenommen hatte. In der Begründung des Antrags war unter anderem von einer "nicht europäischen Körpermorphologie" die Rede. Die Raczeks zogen diesen Antrag schließlich ebenso zurück wie einen zweiten, der die deutsche Abstammung als zwingende Bedingung für die Aufnahme einführen sollte. Die DB erklärte den Streit für beigelegt. Entscheidend seien Beschlüsse, nicht Anträge.

Proteste gegen WKR-Ball

Der Ball des „Wiener Korporationsringes“ (WKR) wurde auch in diesem Jahr von Protesten begleitet. 300 Demonstranten versammelten sich am 29. Januar, in der Nähe des Wiener Gürtels; ihnen stand ein Großaufgebot der Polizei gegenüber. Daß die Versammlung untersagt worden war, hielt die Demonstranten nicht von ihrem Protest ab. Die Störer knickten Verkehrsschilder ab, zündeten Mülltonnen an, beschädigten Einsatzfahrzeuge der Polizei und schlugen Schaufensterscheiben ein. Vier Personen wurden festgenommen. Ursprünglich sollte im Wiener Votivpark eine Kundgebung gegen den Ball stattfinden. Aber auch diese Demonstration wurde nicht genehmigt, da es bereits am Vorabend zu Ausschreitungen gekommen war. Die Polizei verteidigte das Verbot der geplanten Demonstration: Die „Ausschreitungen und Straftaten haben die Notwendigkeit für die Untersagung der Versammlung bestätigt“. Die Veranstalter selbst sprachen in Internet-Blogs von „äußerster Brutalität“, mit der gegen die Demonstranten vorgegangen worden sein soll.

 

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